Willkommen auf der Seite zur Korruptionsforschung des Instituts für Geschichte an der TU Darmstadt


In Darmstadt wird seit 2008 in verschiedenen Projekten Historische Korruptionsforschung betrieben.

Dabei interessiert uns vor allem folgende Fragestellung:

Auf den ersten Blick scheint Korruption ein Phänomen zu sein, das es zu allen Zeiten und in allen Gesellschaften gab. In gewisser Weise trifft das zu, da Kritik an Vorteilsnahme, Bestechung und Klientelismus in der europäischen Geschichte weit verbreitet war. Zugleich ist diese Aussage aber viel zu pauschal. Welche Praktiken nämlich im Einzelnen kritisiert werden und welche geduldet sind, mit welchen Argumenten dies geschieht und vor allem, welche Normensysteme dem zugrundeliegen, ist höchst variabel. Daher ist die Geschichte der Korruption nicht die Wiederholung des Immergleichen, sondern ermöglicht Zugänge zur Analyse unterschiedlicher Kulturen.

 

In diesen Projekten gingen wir diesem Forschungsansatz nach:

Von 2008 bis 2011 beschäftigten sich Dr. Robert Bernsee und Dr. Christian Ebhardt in zwei von der DFG geförderten Teilprojekten mit der Korruptionskommunikation von der Sattelzeit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Rahmen der preußischen und bayerischen Verwaltungsreformen (Bernsee) und im Umfeld des Eisenbahnbaus in Großbritannien und Frankreich (Ebhardt). Das Projekt hieß: Korruptionskommunikation und „korrupte“ Praktiken in Deutschland, Großbritannien und Frankreich von der Sattelzeit bis zur Hochmoderne

Seit 2011 wird Korruptionsforschung in Darmstadt in einem von DFG und ANR gemeinsam geförderten Projektlinie und mit Partnern an den Universitäten Frankfurt, Avignon, Metz, Paris (Sorbonne) und Marseilles/Aix-en-Provence betrieben. Neben Frédéric Monier (Avignon) und Jens Ivo Engels (Darmstadt) zeichnen Olivier Dard (Paris) und Andreas Fahrmeir (Frankfurt a. M.) sowie Cesare Mattina für die wissenschaftliche Leitung verantwortlich.

Auf Darmstädter Seite beschäftigte sich im Projekt Corruption politique: Pratiques de la faveur et débats publics en Allemagne et en France aux XIXe et XXe siècles / Politische Korruption: Praktiken der Begünstigung und öffentliche Debatten in Deutschland und Frankreich (19. – 20. Jahrhundert)“, oder kurz POC/K.  2011-2014  Anna Rothfuss mit der Korruptionskommunikation im Deutschen Kaiserreich. Volker Köhler spürte der Mikropolitik in der Weimarer Republik nach.

Von 2014 bis 2017 untersuchten Andrea Perthen und Ralf M. König Korruption im Rahmen des Projekts POC/K 2. Ralf M. Königs Schwerpunkt lag auf den Kriegsgewinnlern des 1. Weltkriegs, Andrea Perthen interessiert sich für die Korruptionskommunikation der frühen Bundesrepublik.

Informationen zu den in diesem Rahmen entstandenen Monographien und Sammelbänden finden Sie links unter "Publikationen". Details zu den Mitarbeitenden unter "Mitarbeitende", Neuigkeiten und Nachrichten archivieren wir unter Aktivitäten.

 

Viel Vergnügen auf unseren Seiten.

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

FB 2: Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften        

 

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